Bericht von Pater Zacharias über die Arbeit im Upasana Childrens’s Home
Dezember 2010
Liebe Freunde!
Gott schenkt uns neue Hoffnung! Wir dürfen wieder neu anfangen. Einiges oder alles in unserem Leben ist vielleicht schief gelaufen. Verlust, Schuld, Ärger und Verlorenheit bleiben übrig. “Du darfst wieder neu anfangen und alles gewinnen”. Dies ist das Weihnachtsangebot Gottes. Mir und Euch wünsche ich den Mut wieder neu anzufangen und die Freude des Gottesreiches zu erlangen. In diesem Sinne Frohe Weihnachten!
Wie geht es Euch? Hoffentlich gut oder möge alles gut werden. Die Kinder und ich beten für Euch alle, ganz besonders über Weihnachten. Das Gebet kennt keine Grenzen und Entfernungen. Wenn ich allein in meinem Zimmer Gottesdienst feiere, sehe ich Euch alle vor mir, ganz nah. Die Eucharistiefeier bringt uns zusammen und verbindet uns mit Gott und untereinander über alle Grenzen und Entfernungen.
Uns allen geht es gut. Dieses Jahr sind nur 41 Kinder mit mir im Upasana - Kinderheim in Shikaripura. Ich nehme nur Kinder der Wanderarbeiter, Waisenkinder und Kinder, die von zu Hause nicht in die Schule gehen können, in unserem Kinderheim auf. Kinder die eine Möglichkeit haben die Schule zu besuchen, können nun von uns zusätzlich beim Lernen unterstützt werden. Wir haben mit Nachhilfe für die armen Kinder begonnen.
In 6 Dörfern haben wir dieses Nachhilfeprojekt begonnen. Dieses Jahr wollen wir in mehreren Dörfern dieses Projekt erweitern.Wir schicken in jedes Dorf zwei Lehrer/innen. Ein Lehrer/in ist für die 3. bis 7. Klasse zuständig und der Zweite für die 8. bis 10. Klasse. Um 19.00 Uhr versammeln sich alle Kinder in einem Saal, oft in ihrem Tempel. Wir bekommen auch Schulzimmer zur Verfügung (die meisten Dörfer haben eine Grundschule). Jede Woche bekommen die Kinder 14 Stunden Nachhilfe. Zu Hause können diese Kinder gar nicht lernen. Ihr Haus hat oft nur einen Raum für alles. Sie können sich dort gar nicht konzentrieren und viele Eltern wollen dass die Kinder ihnen bei der Arbeit helfen, wenn sie vom Unterricht heim kommen. Die Eltern sehen keine Notwendigkeit einer schulischen Ausbildung und stehen somit nicht motivierend hinter ihren Kindern. Viele dieser Schüler fallen so bei Prüfungen durch und verlieren dadurch auch schon nach einigen Monaten die Lust in die Schule zu gehen. Durch die Nachhilfe wollen wir dies verhindern.
In allen diesen Dörfern haben wir auch Selbst-Hilfe-Gruppen für Frauen. Von jeder dieser Gruppen wird eine Frau für die Nachhilfe der Kinder zuständig sein. Die Mitglieder der Selbst-Hilfe-Gruppe motivieren alle Eltern des Dorfes, ihre Kinder zur Nachhilfe zu schicken.
14 von diesen Gruppen haben wir letztes Jahr ein “Rolling fund”(Fond) gegeben. Über 200 Familien konnten letztes Jahr ein Lamm kaufen oder kleine Geschäfte anfangen. Die Lämmer haben sie verkauft und wieder neue gekauft. Mit dem Gewinn sollen sie die Kosten ihrer Kinder für die Schule bezahlen.
Ich sage Ihnen allen ein „herzliches Vergelt’s Gott“ für Ihre grosszügige Unterstützung.
Nochmals Frohe Weihnachten und ein schönes gnadenreiches Neujahr 2011!
Im Gebet verbunden
Euer Pater Zacharias
Berichte von Pater Zacharias über die Arbeit in der Shimoga-Mission

Ostern 2010
Christus ist wahrhaft auferstanden vom Tod, damit wir in Freude und Hoffnung leben können! Diese Zuversicht wünschen wir, die Kinder, die Patres, und die Mitarbeiter von der Shimoga-Mission Euch von ganzem Herzen! Der auferstandene Herr segne Sie alle reichlich und schenke Euch seinen Frieden.
Bei uns haben die großen Schulferien begonnen. Die meisten Kinder sind schon nach Hause gefahren. Nach einigen Tagen kommen aber viele wieder zurück, da sie oft zu Hause alleine sind oder nicht genug zu essen bekommen. Die Waisenkinder bleiben immer bei uns.
Unser Projekt für die Nachhilfe der Kinder läuft gut. Ab Juni wollen wir noch in drei weiteren Dörfern die Nachhilfe beginnen. Über 650 Kinder in 9 Dörfern erhalten dann Hilfe. Während der Ferien werden wir den Kindern zwei Kurse in English anbieten, jeder Kurs für 10 Tage.
Jede Woche besuche ich einige neue Dörfer. Einige Dörfer sind im Wald. Die meisten Einwohner in diesen Dörfern leben von Büffeln. Sie haben keinen festen Wohnsitz und keine Häuser. Sie wandern von einem Wald zu anderem auf der Suche nach grünem Gras für die Büffel. Da sie keinen festen Wohnsitz haben, gehen ihre Kinder oft nicht in die Schule. Sie haben ihre eigene Sprache. Neulich besuchte ich ein solches Dorf. In den kleinen Hütten fanden wir viele kleine Kinder in ihren Klamotten. Als sie uns sahen schrien sie und wollten von uns wegrennen. Sie sind vielleicht nur an Büffel und Menschen in Klamotten gewöhnt. Wir schickten zu ihnen zwei Kinder, die zu ihren Stämme gehörten und ihre Sprache konnten. Langsam hörten sie auf mit ihrem Schreien, aber blieben von uns Fremden fern. Wir werden oft diese Kinder besuchen bis sie lachend zu uns kommen und sich mit uns vertraut machen. Nächstes Jahr will ich einige diese Kinder in unser Kinderheim aufnehmen. Dann werden auch sie Ostern erfahren. Frohe Ostern!
Pater Zacharias mit den Kindern in Shikaripura
PS: Ich werde vom 17. Juli bis 18. Oktober 2010 in Deutschland sein (Vertretung machen in drei Pfarreien) .
Frühjahr 2009
Liebe Freunde,
Sie haben uns viel geschenkt und damit vielen armen Kindern und Familien große Freude bereitet. Wir wollen wir nicht versäumen, Ihnen von hier aus zu danken. Im Namen der vielen armen Kinder und Familien in der Shimoga-Mission bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung.
Hoffentlich geht es Ihnen allen gut. Wir beten immer für Sie und ganz besonders jetzt in der Weihnachtszeit. Die Weihnachtszeit ist übrigens für Europäer die beste Zeit um Indien zu besuchen. Sie sind immer herzlich willkommen.
Wie Sie sicher schon erfahren haben, ist die Shimoga-Mission eine Diözese (Bhadravathy) geworden. Ich leite die Sozialarbeit in dieser neuen Diözese. Ich fühle mich dazu berufen unter armen Mensch zu leben und für sie da zu sein. Deshalb mache ich diese Arbeit sehr gerne und sie bringt mir viel Freude. Drei Tage in der Woche praktiziere ich in meiner homöopathischen Praxis in der Missionsstation Umblebylu, wo ich auch wohne. Dadurch kann ich auch vielen armen Kranken helfen. Nun möchte ich Ihnen über unsere Sozialarbeit berichten.
Schulausbildung
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| Alphonsakinderheim | Die 9 Waisenkinder, die eine weitere Ausbildung machen. |
Die neue Diözese Bhadravathy hat vier Kinderheime von unserem Orden, dem MCBS (Missionary Congregation of Blessed Sacrament), übernommen. In diesen Heimen sind ca. 400 arme Kinder und Waisenkinder. Sie wohnen bei uns und besuchen die staatliche Schule. Wir unterstützen auch 14 Kinder bei ihrer weiteren Ausbildung. Zehn davon sind Waisenkinder. Sie wohnen in drei Kinderheimen in den Städten, die von Schwestern geleitet werden.
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| 10 von den 12 Kindern, die in Masthikatte wohnen. |
Die Diözese hat in diesem Jahr ein neues Kinderheim in der Missionsstation Masthikatte eröffnet, in dem zur Zeit 12 Kinder leben. In Masthikatte ist eine sog. „English Medium School". Normalerweise besuchen nur die Kinder der Reichen solche Schulen, da dort die Schulgebühren sehr hoch sind (von diesen Schulgebühren werden die Lehrer bezahlt). In Masthikatte ist ein Wasserkraftwerk. Die Kinder der Beamten, die im Kraftwerk arbeiten, gehen in diese Schule, in der noch viele Plätze frei sind. Wir haben mit der Schulbehörde vereinbart, dass unsere Kinder für diese Schule nur die normalen Schulgebühren bezahlen müssen. Kinder die diese Schule besucht haben, haben bessere Chancen bei der weiteren Ausbildung oder der Arbeitsplatzsuche.
Etwa 60 % der Kosten für die Kinderheime werden von der „Kindermission" und „Catholic Nearest" übernommen. Das Kinderheim Masthikatte bekommt allerdings noch keine Unterstützung. Dieses Jahr haben wir (von der Sozialarbeit) 5.500 Euro für die Kinderheime ausgegeben. Die Kinder sind mit einfachem Essen zufrieden. Die Nahrungsmittel sind sehr teuer geworden. Jede Woche bekommen die Kinder 2-3 Eier und einmal Fisch. Fleisch ist hier sehr teuer, dennoch versuchen wir einmal im Monat oder alle zwei Monate auch ein bisschen Hühnerfleisch zu geben.
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| Die Schule wird in der Andhra-Mission gebaut. |
Für einen Schulbau in der Andhra-Mission des MCBS haben wir im Frühjahr 20.000 Euro bezahlt. Die Schule wird zurzeit gebaut. Der Orden wird das Projekt weiterführen, da ich derzeit nur für die Diözese Bhadravathy zuständig bin.
Für ein Kinderheim in Shikkaripura haben wir für 1.020 Euro eine Solarheizung bauen lassen.
Für eine Schule haben wir 12 Computer angeschafft. Dafür haben wir 5.000 Euro ausgegeben, wobei sich Lehrer und Kinder auch an den Kosten beteiligt haben.
Von Dezember 2008 bis Februar 2009 wollen wir allen armen Kindern in 12 Schulen (9. und 10. Klasse) Nachhilfe geben. Viele dieser Kinder haben keinen Strom zu Hause. Außerdem spielt sich das gesamte Familienleben (Kochen, Essen, Arbeiten, Lernen und Schlafen) in einem Raum ab.
Dieses Projekt kostet 2.000 Euro.
Weiterbildung
In Shimoga hat der MCBS ein I.T.C (Industrial Training Center).
Hier wurden dieses Jahr zwei neue Fächer, Computer und Electronics, eingeführt.
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| Computerlab | Elektroniclab |
Unterstützung der Familien und Dörfer
Die neue wirtschaftliche Entwicklung und der globale Markt haben sehr schlechte Auswirkungen auf die Armen in Indien. Man hört überall, dass Indien in der Entwicklung große Fortschritte macht. Vielleicht werden die Reichen in Indien reicher; mit Sicherheit sind die Armen ärmer geworden. Alle Lebensmittel sind zwei- bis dreimal teurer geworden. Das Einkommen der Armen ist aber nicht gestiegen. Die Tagelöhner sind am schlimmsten betroffen. Vielen droht der Hungertod. Die Kinder in unseren Heimen wollen in den Ferien nicht lange zu Hause bleiben, da sie dort nicht genug zu Essen bekommen. Nach den Ferien kommen sie immer sehr abgemagert und oft krank zu uns zurück. Darum wollen wir den Familien helfen.
Wir haben aus 400 Selbsthilfegruppen die ärmsten 7500 Familien ausgewählt und beraten in den Gruppen, wie wir diese Familien unterstützen können. Wir haben 26 Tagelöhnerfamilien 78 Lämmer geschenkt. Als Nächstes wollen wir noch über 100 Tagelöhnerfamilien auf diese Art unterstützen.
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Es gibt auch viele arme Familien mit ca. 1 Hektar Land. Sie pflanzen dort Reis oder Mais und erwirtschaften nur Verluste. Für diese Kleinbauern wollen wir Brunnen bohren und ihnen beibringen, wie sie dauerhaft mehr Einkommen erzielen können.
Einige dieser Bauern erhalten von uns Gummibaumpflanzen. Gummibäume bringen ihnen dauerhaft höhere Einkommen. Die Armen hier pflanzen keine Gummibäume, weil sie es sich nicht leisten können. Da die jungen Bäume von Tieren gefressen werden, muss das Gelände zuerst eingezäunt werden. Dann müssen die Pflanzen 7 bis 8 Jahre gepflegt werden, bis sie die erste Ernte bringen. Die Armen schaffen das ohne Unterstützung nicht. Im Januar haben wir über 20.000 und neulich noch einmal 6.500 Pflanzen verteilt. Dafür haben wir 4.500 Euro aufgewendet.
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| Gummibaumverteilung |
Die Armen haben das wenige Land, das sie besitzen, durch schlechte Bewirtschaftung kaputt gemacht. Die fruchtbare obere Schicht des Landes ist schon vom Regenwasser weggewaschen worden. Durch den übermäßigen Gebrauch von Kunstdünger wurde die Erde „getötet". Sie spritzen auch zu viele giftige Stoffe. Wir wollen ihnen eine natürliche, umweltfreundliche und ertragreiche Bewirtschaftung ihres Landes beibringen. Dies bedarf viel theoretischer und praktischer Einweisung.
Ein großes Problem in diesen Dörfern ist die Arbeitslosigkeit. Über 90% der Leute in den Dörfern leben vom Land oder von Handarbeit. Sie haben nur während der Regenzeit für etwa 4 Monate Arbeit. Im Sommer können sie mit dem trockenen Land nichts anfangen. Viele Bauern und Tagelöhner wandern auf der Suche nach Arbeit viele hundert Kilometer umher. Einige gehen in das Nachbarland Kerala, wo eine andere Sprache gesprochen wird. Die Kinder leiden sehr darunter. Darum wollen wir eine Verdienstmöglichkeit für diese Leute finden, wie die Herstellung von Kleidung, Taschen und Backsteinen oder den Aufbau anderer Kleinunternehmen. Diese Dinge werden in den Selbsthilfegruppen beraten und entschieden.
Politische Situation
Sie haben sicher schon von der Christenverfolgung in Indien gehört. Die Hindureligion ist immer eine freundliche Religion gewesen. Aber die Politiker machen neuerdings alles kaputt. Die BJP-Partei will das Kastensystem wieder einführen. Für sie ist Indien das Land der Hindus. Alle Andersgläubigen sind Feinde und dürfen deshalb kein Land besitzen. Sie sollen sich der Hindureligion anschließen oder Indien verlassen. Eigentlich wird diese Meinung von sehr wenigen Leuten geteilt. Durch Lüge und falsche Propaganda gelangen solche Politiker jedoch in vielen Bundesstaaten an die Macht. Gott sei Dank ist die Zentralregierung gut. Wenn die BJP-Partei die nächste Wahl gewinnt, werden die Christen in Indien erst richtig verfolgt. In den Gebieten, in denen wir arbeiten, mögen uns die Armen, gerade wegen unserer Arbeit und haben uns bis jetzt in Schutz genommen.
Im Sommer 2009 komme ich wieder nach Deutschland, dann kann ich Ihnen alles persönlich berichten.
In Dankbarkeit und im Gebet verbunden,
Ihr Pater Zacharias Elavanal

Meine Anschrift:
Alphonsa Children`s Home
Umblebylu 577 115
Shimoga Dt. Karnataka
India
E-Mail: zachelavanal@hotmail.com
Tel.: 00919008931212
weiterführende Links:
www.mcbscongregation.org
Ergänzung von Andreas Bühler:
Spendenkonto
Kontonummer: 999105
BLZ: 68061505
Empfänger: Pater Zacharias Elavanal
Verwendungszweck: Shimoga-Mission Indien
Wenn Sie eine Spendenbescheinigung möchten, ergänzen Sie den Text bei Verwendungszeck entsprechend mit einem Hinweis und Ihrer Adresse.
Das Spendenkonto verwaltet die „Katholische Kirchengemeinde St. Leodegar“ in der Basler Straße 26,
79189 Bad Krozingen. Für Rückfragen zu den Spendenbescheinigungen können Sie sich direkt dorthin wenden.








